Betriebsratswahl — ein kurzer Leitfaden für Mitarbeiter, die zum ersten Mal wählen
Kurzfassung vorab: Bei einer Betriebsratswahl wählen die Beschäftigten Personen aus ihrer Mitte, die ihre Interessen gegenüber der Geschäftsleitung vertreten — nicht eine politische Partei und auch nicht dasselbe wie eine Gewerkschaft. Unten erkläre ich, wie das funktioniert, worin sich Betriebsrat und Gewerkschaft unterscheiden und wofür unsere nicht-gewerkschaftliche Gruppe steht.
Teil 1 — Was ist eine Betriebsratswahl?
Ein Betriebsrat ist eine gewählte Gruppe von Beschäftigten, die die Interessen der Belegschaft im Unternehmen vertritt. Die Wahl, die diese Gruppe bestimmt, heißt Betriebsratswahl. Das ist gesetzlich geregelt: Regelwahlen finden in der Regel alle vier Jahre statt.

Wesentliche Punkte für Neulinge:
- Wer darf wählen?
- Die Beschäftigten des jeweiligen Betriebsstandorts (es gibt Alters- und sonstige Anspruchsregeln).
- Für wen wird gewählt?
- Kolleginnen und Kollegen aus dem Betrieb — also Personen, die im Betriebsrat mitarbeiten, keine außenstehenden Personen.
- Womit befasst sich der Betriebsrat?
- Mit Arbeitszeiten, Kündigungen, Arbeitssicherheit, Schulungen, Homeoffice-Regelungen und anderen alltäglichen Arbeitsfragen — kurz: mit dem, was deinen Arbeitsalltag bestimmt. Der Betriebsrat verhandelt und schließt mit der lokalen Geschäftsführung Betriebsvereinbarungen ab.
Wenn du erstmals wählst: Stell dir den Betriebsrat vor als eine von den Beschäftigten gewählte Vertretung, die sich um betriebliche Fragen kümmert — gewählt von euch, für euch.
Teil 2 — Unterschied zwischen Gewerkschaft und Betriebsrat — und: Wofür genau wählst du bei der Wahl?
Kurz:
- Betriebsrat = lokal, gewählt, konzentriert sich auf betriebliche Fragen.
- Gewerkschaft = branchenweite Organisation, die Tarifverträge und branchenbezogene Regelungen aushandelt.

Wofür wählst du bei der Betriebsratswahl?
- Betriebsrat
- Besteht aus Kolleginnen und Kollegen aus deinem Betrieb; Mitglieder sind vor Ort Beschäftigte.
- Arbeitet mit der Geschäftsführung im Betrieb zusammen und kann verbindliche Betriebsvereinbarungen aushandeln.
- Fokus: tägliche Arbeitsbedingungen, Einzelfälle, betriebliche Regelungen.
- Gewerkschaft
- Mitgliedsorganisation, die Beschäftigte über viele Betriebe oder ganze Branchen hinweg vertritt.
- Führt Tarifverhandlungen (Löhne, allgemeine Arbeitsbedingungen).
- Gewerkschaften unterstützen oft Listen oder Kandidatinnen/Kandidaten bei Betriebsratswahlen, sind aber eine eigenständige Instanz neben dem Betriebsrat.
Für die Betriebsratswahl musst du keine Gewerkschaftsmitgliedschaft haben. Du musst 18 Jahre oder älter und am entsprechenden Standort beschäftigt sein — leitende Angestellte (Führungskräfte) sind von der Wahl ausgeschlossen.
Also: Fast alle Beschäftigten an unserem Standort können wählen und zwischen verschiedenen Listen wählen. Am Ende sind die meisten Listen inhaltlich ähnlich; meist wählt man Menschen und Gruppen, die man kennt und sympatisch findet.
Die entscheidende Frage ist: Welche Personen kennst du bereits, und wer könnte dir im Fall von Problemen oder Fragen hilfreich zur Seite stehen?
- Du wählst eine Liste mit Kandidatinnen und Kandidaten aus deinem Betrieb — Personen, die deiner Situation nah sind, die die Schichten kennen und die sich um Alltagsprobleme kümmern können. Bei uns wird es mehrere Listen geben; du wählst die, die dir am besten zusagt.
- Kurz gesagt: Eine Betriebsratswahl dreht sich um Persönlichkeit, Nähe und Hilfsbereitschaft — nicht um abstrakte Ideologie. Wer zuhört und Dinge für dein Team voranbringt, ist entscheidend.
Teil 3 — Wofür steht unsere (nicht-gewerkschaftliche) Gruppe?
Unsere nicht-gewerkschaftliche Gruppe versteht sich als praktische, lokale Interessenvertretung mit klaren Prioritäten. Basierend auf unserem „#BestPlaceToWork“-Ansatz sind die Kernziele:
- Menschlichkeit & Respekt: Arbeitsplätze sollen nicht nur funktionieren, sondern das Leben der Menschen fördern und unterstützen.
- Zukunftsfähigkeit & Weiterbildung: Konkrete Angebote zur Qualifizierung und Entwicklung, damit Beschäftigte durch technische und organisatorische Veränderungen nicht abgehängt werden.
- Flexibilität: Arbeitsmodelle, die sich an Leben und Schichtpläne anpassen (z. B. realistische HomeOffice-Regeln, Schichttausch, flexible Arbeitszeiten).
- Vertrauen & Dialog: Augenhöhe, Zuhören statt Verschieben und spürbare Verbesserungen über alle Entgeltgruppen hinweg — handeln statt endloser Reden.

- mehr unter:
https://partnerimbetrieb.de/bestplacetowork/
Wenn du überlegst, unsere Liste zu unterstützen, versprechen wir:
- deine persönliche Unterstützung
- praktische Verbesserungen und Hilfen, die du im Arbeitsalltag spürst — eine Dienstleistung bewusst als Abgrenzung zu großen, standortübergreifenden Organisationen die eine andere – konzernweite – Ausrichtung haben.

Teil 4 — Wer wir sind & unser Fokus und unsere Prioritäten
Hier siehst du die ersten 30 Personen unserer Fraktionsliste. Vielleicht kennst du schon einige von uns.

Die Tätigkeit als Betriebsrat ist ein Ehrenamt, das wir zusätzlich zu unseren normalen Tätigkeiten ausüben. Wir tun es freiwillig, ohne zusätzliche Bezahlung, weil wir unsere Kolleginnen und Kollegen im Unternehmen tatkräftig unterstützen möchten.
Wenn Probleme auftauchen, setzen wir uns für dich ein und helfen, Lösungen zu finden. Als Mitglieder des Betriebsrats genießen wir besonderen Kündigungsschutz, sodass wir ohne Angst Stellung beziehen und dich unterstützen können.
Kurzfassung in zwei Sätzen:
Bei einer Betriebsratswahl wählst du bekannte und sympathische Personen aus deinem eigenen Betrieb, die dich individuell unterstützen und deine Arbeitsbedingungen verteidigen und verbessern.
Gewerkschaften haben eine andere, branchenweite Rolle — unsere nicht-gewerkschaftliche Gruppe setzt auf den Einsatz vor Ort, praktische und spürbare Verbesserungen (persönliche Nähe, erfahrene Betriebsräte, Respekt und Freundlichkeit an erster Stelle).
Wie du uns wählst

- Briefwahl ab 20. März 2026
- Im Wahllokal: 21.–23. April 2026
Fordere die Unterlagen hier an (Link folgt) und gib uns deine Stimme:






