Dein größtes Projekt – denk an später, denk an dich !
Toll, dass du dir in der besinnlichen Zeit vor Weihnachten die Zeit nimmst, das Thema Rente zu ordnen — das verschafft dir mehr Entscheidungsfreiheit später und hilft, unnötige Überraschungen zu vermeiden.
Im weiteren Text findest du eine sachliche, praktische Anleitung in drei Schritten, die dir zeigt, wie du systematisch vorgehst und welche Unterlagen du zusammenstellst. Ein bisschen Arbeit vorab — dafür Klarheit und Handlungsoptionen später.

Schritt 1 — Deine Bedürfnisse: was soll die Rente für dich leisten?
Überlege dir zuerst, wie du deinen Ruhestand verbringen möchtest: Lebensstandard, Hobbys, Reisen, laufende Verpflichtungen.
Schätze, wie viel Geld du monatlich dafür brauchen würdest. Als Orientierungswert nennen Rentenexperten häufig rund 70 % des letzten Nettoverdienstes — das ist aber nur ein Anhaltspunkt. Notiere außerdem, wie lange du voraussichtlich weiterarbeiten möchtest oder kannst.
Warum das wichtig ist: Nur wenn du deine Ziele kennst, kannst du prüfen, ob die erwarteten Einnahmen dafür ausreichen oder wo noch Handlungsbedarf besteht.
Schritt 2 — Deine voraussichtlichen Einnahmen im Ruhestand
Betrachte dein erwartetes Gesamteinkommen aus mehreren Quellen:
a) Gesetzliche Rente
Fordere bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) eine Rentenauskunft für mögliche Renteneintrittsalter (z. B. 63, 65, 67) an. Online geht das z. B. über den online Service der deutschen Rentenversicherung. Prüfe die aufgeführten Beitragszeiten und kläre möglichst sofort fehlende Beitragszeiten — das wird deine spätere Rentenhöhe verändern.
b) Betriebliche und private Vorsorge
Nutze das Versorgungsportal der Siemens AG (über den HR-Chatbot CARL: suche nach „Altersvorsorge-Portal“) und lade dort deine Versorgungsprognose herunter. Diese zeigt u. a. Sparguthaben aus Altzusagen, BSAV und ggf. Deferred Compensation sowie mögliche Auszahlungsvarianten. Sammle außerdem alle privaten Vorsorgeverträge (z. B. Lebensversicherung, Riester, Rürup, Fondssparpläne) und notiere die erwarteten Werte zum Rentenbeginn.
c) Sonstige Einkünfte
Liste mögliche Nebeneinkünfte im Ruhestand auf (z. B. Nebentätigkeit, Mieteinnahmen, Kapitalerträge) und schätze die Höhe realistisch.
Praktischer Tipp: Lege alle Ausdrucke und Konto-/Vertragsinformationen in einer Mappe ab — das spart Zeit beim Abgleich und für Gespräche mit Beratern. Falls du vorzeitig in Rente gehen willst, besorge dir jeweils angepasste Auszahlungsprognosen von DRV und Siemens.
Schritt 3 — Steuern und Abgaben prüfen, optimalen Rentenbeginn planen
Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, steuerliche Fragen zu klären. Renteneinkünfte und Auszahlungen aus Sparverträgen können steuerliche Folgen haben. Sammle die Unterlagen aus Schritt 2 und vereinbare einen Termin mit einem Steuerberater. Lass dir ausrechnen, wie viel dir netto bleibt und welche Auszahlungsvariante (z. B. aus der BSAV oder Deferred Compensation) steuerlich vorteilhaft ist. Ein Steuerberater kann auch helfen, den optimalen Rentenbeginn aus steuerlicher Sicht zu beurteilen und kostspielige Fehler bei großen Auszahlungen zu vermeiden.
Fazit
Wenn diese Schritte erledigt sind, hast du Klarheit über deine finanzielle Situation im Ruhestand: Was voraussichtlich ankommt, welche Lücke (falls vorhanden) noch zu schließen ist und welche Entscheidungen du treffen kannst. Das schafft Handlungsspielraum — egal, ob du noch etwas an deiner Sparrate oder deinem Mix an Vorsorgeaufwendungen ändern möchtest: ein guter Plan beruhigt und lässt dich entspannter in die Zukunft blicken.
Viel Erfolg beim Durcharbeiten — und wenn du magst, kannst du die jederzeit die Personalabteilung oder uns als Betriebsräte ansprechen und dich beraten lassen. Ein guter Plan bringt Ruhe und Sicherheit für deine Zukunft.
Wenn du weitere Fragen hast, Unterstützung benötigst oder eine Beratung wünscht …





